Weihnachten ist ja immer so eine Sache. Eigentlich freut man sich darauf, dass alle zusammen kommen. Ich liebe es an sich auch, anderen (mit den Geschenken) eine Freude zu machen. Wenn man nur immer für alle auf anhieb etwas wüsste.
Und seitdem ich in festen Händen bin ist natürlich auch noch die Frage "wo feiern wir diesjahr Weihnachten und wen sehen wir an welchem Feiertag?" dazu gekommen.
Unser erstes Weihnachten als verheiratetes Paar haben wir 2015 bei meinen Schwiegereltern verbracht. Das war sehr schön, weil stressfrei. Wir trafen uns mit meinen Schwiegerleuten in der Kirche, fuhren anschließend zu ihnen, machten uns über die Küche her.... Jeder leistete zum 7 (oder wie viele auch immer es waren) Gänge Menü seinen Beitrag und wir saßen gemütlich beieinander, BEVOR es an die Bescherung ging. Und anschließend wurde wieder gegessen und letztendlich waren wir nicht vor Mitternacht im Bett.
Diesjahr war folglich meine Familie dran. Außerdem ergab es sich auch irgendwie gut, dass meine beiden Geschwister diesjahr bei unseren Eltern und nicht bei ihren Schwiegerleuten feiern wollten UND mein Schwager bei seiner Freundin sein würde, so dass wir jedes zweite Jahr mit meiner kompletten Schwiegerfamilie und jedes andere Jahr mit meiner kompletten Familie feiern würden.
Außerdem war diesjahr eben das erste Weihnachten sowohl von unserem Kind, als auch von unserer kleinen Nichte Anna, der Tochter meines Bruders.
Insofern trifft "Weihnachten zu dritt" es nicht ganz. Aber nun irgendwie schon.
Wie begeht man nun ein Weihnachtsfest mit einem 6 1/2 Monate alten Kind?
Nach langem Hin und Her entschlossen wir uns dagegen, unserem Kind selber etwas zu Weihnachten zu schenken. Aus den einfach Gründen: er bekommt von uns sowieso immer sofort alles was er braucht. Denn in seinem Alter sind sowieso nur beschränkt Spielsachen notwendig und auch bespielbar. Zweitens wollen wir gar nicht, dass er sooooo viele Sachen hat. Irgendwo muss das ganze Zeug ja auch hin. Und drittens (und das mag herzlos und geizig klingen, ist aber eigentlich wirklich nur ein praktischer Grund) wird er sich an sein allererstes Weihnachten sowieso nicht so richtig erinnern können. Seine Omas und Opas, seine Onkels und Tanten schenken ja auch alle was. Er geht ja nicht leer aus. Insofern soll er lieber weiterhin für die nächsten Monate das, was er braucht, gleich bekommen. Wenn er dann alt genug ist, sich tatsächlich Dinge zu wünschen, wird er natürlich auch von uns - oder aber auch vom Christkind - auch gewisse Wünsche erfüllt bekommen.
In die Kirche zum Krippenspiel musste er mit uns übrigens trotzdem. Einfach weil wir gerne in die Messe gehen wollten. Und so haben wir nun hoffentlich eine schöne neue Familientradition nur für uns drei (und natürlich die irgendwann folgenden Kinder) begonnen. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr.
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