Natürlich habe ich mir als Jugendliche nicht vorgestellt, während des Studiums schon Mutter zu werden. Nicht, dass ich ungewollt Mutter geworden wäre. Das war schon so geplant. Und ich wollte auch immer mit 24 Mutter werden. Ich hatte mir nur einfach nie Gedanken darüber gemacht, was ich wohl daneben gerade tun würde. Ich habe mich mir immer nur als MUTTER vorgestellt. Und sonst einfach gar nichts.
Als meine beste Freundin dann während des Studiums mit 21 schwanger und Mutter wurde, und ich immer wieder beobachten konnte, wie gut das funktionieren konnte, war ich begeistert von der Idee, auch noch zu studieren, wenn ich Mutter würde. Da damals noch der Mann dazu fehlte, besorgte ich mir eben einen untergeordneten zweiten Lebenstraum, um mich womöglich darüber hinweg zu trösten, falls der Traum "bis 24, während des Studiums ein Baby bekommen" nicht funktionieren sollte. Der muss nun wohl noch warten, bis meine Kinder aus dem Haus sind (ich wollte einmal um die ganze Welt reisen. Aber ganz ehrlich? Ich bin nicht mal traurig darum. Einige Länder kann man ja auch mit Kindern schon gut bereisen ;))
So nahm ich im letzten Frühjahr ein Urlaubssemester und im Oktober ging es schon wieder los.
Dank meiner wunderbaren Schwiegereltern, die ganz in der Nähe wohnen und mich immer sehr unterstützen, und der Arbeit meines Mannes, die ihm erlaubt einen Tag in der Woche von zu Hause zu arbeiten, konnte ich auch tatsächlich schon wieder mit 7 Kursen dieses Semester einsteigen.
Was soll ich sagen. Ich liebe es, mir die Zeit als Studentin zu gönnen. Einfach mal 11 Stunden in der Woche nur "Hannah" und nicht "Mama" sein zu können ist einfach wunderbar.
Und ich bin mir sicher, dass ich mir die Zeit für mich niemals nehmen würde, wenn ich NICHT an die Uni gehen würde.
Allerdings seine "Freizeit" mit einem Fulltime Job zu füllen ist auch anstrengend.
Und doch finde ich, dass es das Beste für Mutter und Kind ist, während des Studiums schon ein Baby zu bekommen. Denn in welchem anderen Job ist man in der Lage, einen Vollzeitjob zu machen, den man sich auf 1,5 Tage in der Woche Abwesenheit von zu Hause einteilen kann? Etwas Familienfreundlicheres gibt es wohl gar nicht!
Doch das eigentliche Problem an der Sache ist, dass ich von Natur aus ein absolut fauler Charakter bin.
Ich könnte natürlich ab und an lernen, während mein Kind im Wohnzimmer auf dem Boden sitzt und mit seiner Rassel oder den Bauklötzchen spielt. Und natürlich jederzeit, wenn er ein Nickerchen hält (mindestens eine Stunde am Tag). Oder abends, wenn meine Mann daheim ist, und mit dem Kleinen spielt. Oder wenn Raphael im Bett ist. Aber ich spiele eben viel zu gerne mit meinem Kind. Und ich habe immer Sorge, etwas zu verpassen, wenn meine Männer alleine spielen. Und wenn mein Kind im Bett ist, ist das eben auch die einzige Zeit am Tag, die ich mit meinem Mann alleine habe. Da ist die Versuchung groß, zusammen ein Spiel zu spielen, einen Film zu sehen oder einfach zusammen auf dem Sofa zu schmusen, und sich in einem Gespräch über Gott und die Welt zu verlieren.
Insofern kommt das Eigenstudium, was eben doch einen Großteil meines Studiums ausmacht, eindeutig zu kurz.
Und die Zeit während des Mittagsschlafs? Naja.... Irgendwann will auch der Abwasch erledigt werden, das Bad geputzt oder die Böden gefegt.
Aprospos, mein Kind geht gerade in die Badewanne. Ich muss dann mal weg!!!
Schönen Abend!
Dienstag, 10. Januar 2017
Das erste Weihnachten "zu dritt"
Weihnachten ist ja immer so eine Sache. Eigentlich freut man sich darauf, dass alle zusammen kommen. Ich liebe es an sich auch, anderen (mit den Geschenken) eine Freude zu machen. Wenn man nur immer für alle auf anhieb etwas wüsste.
Und seitdem ich in festen Händen bin ist natürlich auch noch die Frage "wo feiern wir diesjahr Weihnachten und wen sehen wir an welchem Feiertag?" dazu gekommen.
Unser erstes Weihnachten als verheiratetes Paar haben wir 2015 bei meinen Schwiegereltern verbracht. Das war sehr schön, weil stressfrei. Wir trafen uns mit meinen Schwiegerleuten in der Kirche, fuhren anschließend zu ihnen, machten uns über die Küche her.... Jeder leistete zum 7 (oder wie viele auch immer es waren) Gänge Menü seinen Beitrag und wir saßen gemütlich beieinander, BEVOR es an die Bescherung ging. Und anschließend wurde wieder gegessen und letztendlich waren wir nicht vor Mitternacht im Bett.
Diesjahr war folglich meine Familie dran. Außerdem ergab es sich auch irgendwie gut, dass meine beiden Geschwister diesjahr bei unseren Eltern und nicht bei ihren Schwiegerleuten feiern wollten UND mein Schwager bei seiner Freundin sein würde, so dass wir jedes zweite Jahr mit meiner kompletten Schwiegerfamilie und jedes andere Jahr mit meiner kompletten Familie feiern würden.
Außerdem war diesjahr eben das erste Weihnachten sowohl von unserem Kind, als auch von unserer kleinen Nichte Anna, der Tochter meines Bruders.
Insofern trifft "Weihnachten zu dritt" es nicht ganz. Aber nun irgendwie schon.
Wie begeht man nun ein Weihnachtsfest mit einem 6 1/2 Monate alten Kind?
Nach langem Hin und Her entschlossen wir uns dagegen, unserem Kind selber etwas zu Weihnachten zu schenken. Aus den einfach Gründen: er bekommt von uns sowieso immer sofort alles was er braucht. Denn in seinem Alter sind sowieso nur beschränkt Spielsachen notwendig und auch bespielbar. Zweitens wollen wir gar nicht, dass er sooooo viele Sachen hat. Irgendwo muss das ganze Zeug ja auch hin. Und drittens (und das mag herzlos und geizig klingen, ist aber eigentlich wirklich nur ein praktischer Grund) wird er sich an sein allererstes Weihnachten sowieso nicht so richtig erinnern können. Seine Omas und Opas, seine Onkels und Tanten schenken ja auch alle was. Er geht ja nicht leer aus. Insofern soll er lieber weiterhin für die nächsten Monate das, was er braucht, gleich bekommen. Wenn er dann alt genug ist, sich tatsächlich Dinge zu wünschen, wird er natürlich auch von uns - oder aber auch vom Christkind - auch gewisse Wünsche erfüllt bekommen.
In die Kirche zum Krippenspiel musste er mit uns übrigens trotzdem. Einfach weil wir gerne in die Messe gehen wollten. Und so haben wir nun hoffentlich eine schöne neue Familientradition nur für uns drei (und natürlich die irgendwann folgenden Kinder) begonnen. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr.
Und seitdem ich in festen Händen bin ist natürlich auch noch die Frage "wo feiern wir diesjahr Weihnachten und wen sehen wir an welchem Feiertag?" dazu gekommen.
Unser erstes Weihnachten als verheiratetes Paar haben wir 2015 bei meinen Schwiegereltern verbracht. Das war sehr schön, weil stressfrei. Wir trafen uns mit meinen Schwiegerleuten in der Kirche, fuhren anschließend zu ihnen, machten uns über die Küche her.... Jeder leistete zum 7 (oder wie viele auch immer es waren) Gänge Menü seinen Beitrag und wir saßen gemütlich beieinander, BEVOR es an die Bescherung ging. Und anschließend wurde wieder gegessen und letztendlich waren wir nicht vor Mitternacht im Bett.
Diesjahr war folglich meine Familie dran. Außerdem ergab es sich auch irgendwie gut, dass meine beiden Geschwister diesjahr bei unseren Eltern und nicht bei ihren Schwiegerleuten feiern wollten UND mein Schwager bei seiner Freundin sein würde, so dass wir jedes zweite Jahr mit meiner kompletten Schwiegerfamilie und jedes andere Jahr mit meiner kompletten Familie feiern würden.
Außerdem war diesjahr eben das erste Weihnachten sowohl von unserem Kind, als auch von unserer kleinen Nichte Anna, der Tochter meines Bruders.
Insofern trifft "Weihnachten zu dritt" es nicht ganz. Aber nun irgendwie schon.
Wie begeht man nun ein Weihnachtsfest mit einem 6 1/2 Monate alten Kind?
Nach langem Hin und Her entschlossen wir uns dagegen, unserem Kind selber etwas zu Weihnachten zu schenken. Aus den einfach Gründen: er bekommt von uns sowieso immer sofort alles was er braucht. Denn in seinem Alter sind sowieso nur beschränkt Spielsachen notwendig und auch bespielbar. Zweitens wollen wir gar nicht, dass er sooooo viele Sachen hat. Irgendwo muss das ganze Zeug ja auch hin. Und drittens (und das mag herzlos und geizig klingen, ist aber eigentlich wirklich nur ein praktischer Grund) wird er sich an sein allererstes Weihnachten sowieso nicht so richtig erinnern können. Seine Omas und Opas, seine Onkels und Tanten schenken ja auch alle was. Er geht ja nicht leer aus. Insofern soll er lieber weiterhin für die nächsten Monate das, was er braucht, gleich bekommen. Wenn er dann alt genug ist, sich tatsächlich Dinge zu wünschen, wird er natürlich auch von uns - oder aber auch vom Christkind - auch gewisse Wünsche erfüllt bekommen.
In die Kirche zum Krippenspiel musste er mit uns übrigens trotzdem. Einfach weil wir gerne in die Messe gehen wollten. Und so haben wir nun hoffentlich eine schöne neue Familientradition nur für uns drei (und natürlich die irgendwann folgenden Kinder) begonnen. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr.
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